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Rueda
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Steckbrief

D.O. Rueda

Lage: Anbaugebiet in den Provinzen Valladolid, Segovia und Avila. Geprägt durch das leicht wellige Bodenrelief der Hochebene. Unterliegt dem Einfluss des Duero, der den nördlichen Teil des Gebietes durchfließt.
Fläche: 13.032 ha, davon 95% weiße Rebsorten
Klima: Kontinental mit kalten Wintern und kurzen, heißen Sommern. Die Niederschläge fallen vor allem im Frühling und Herbst.
Höhe: 600 bis 800 m, teilweise bis 900 m
Böden: Hoher Geröllanteil an der Oberfläche. Kiesböden, die wenig organische Substanzen führen und über gute Belüftung und Entwässerung verfügen. Die Textur der Böden variiert, obwohl im Allgemeinen sandiges und lehmiges Erdreich vorherrscht.
Rebsorten:
Weiß: Verdejo (über 80% der Weißweinfläche), Viura, Sauvignon Blanc, Palomino Fino
Rot: Tempranillo, Garnacha, Cabernet Sauvignon, Merlot

Jahrgangsbewertung: siehe hier

Die DO Rueda ist vor allem für ihre fruchtbetonten Weißweine bekannt, es dürfen inzwischen aber auch Rotweine unter dem Siegel der DO vermarktet werden.

Geschichte

Rueda ist das erste Anbaugebiet von Kastilien und León, das als Qualitätsweingebiet anerkannt wurde. Die D.O. Rueda wurde am 12. Januar 1980 gegründet. Nach mehrjährigen Bemühungen um die Anerkennung und den Schutz der autochthonen Rebsorte Verdejo, war damit die erste kontrollierte Herkunftsbezeichnung in der Autonomen Gemeinschaft Kastilien-León entstanden. Die D.O. Rueda hat sehr günstige natürliche Voraussetzungen für den Qualitätsweinbau. Sie ist auf die Erzeugung von Weißweinen spezialisiert, die international breite Wertschätzung genießen. Außerdem sind seit 2008 auch Rotweine und Rosados geschützt.

Die Geschichte des Weinbaus in Rueda reicht aber lange zurück. Unter der Bezeichnung „Tierra de Medina“ waren schon im 16. Und 17. Jahrhundert Weine aus der Verdejo-Traube bekannt. Man schrieb den Weißweinen damals heilende Wirkung zu z.B. gegen die weit verbreitete Gicht. 1492 wurden schon Gesetze erlassen, um die Weingärten zu schützen. So war es verboten Ziegen- oder Schafherden auf den Rebflächen grasen zu lassen. Der Handel mit fremden Weinen wurde in der Region durch die katholischen Könige verboten. Ab dem 16. Jahrhundert wurden die Preise per königlichem Erlass festgeschrieben. Wie in vielen anderen Regionen auch zog die Reblaus 1884 erst einmal einen Schlussstrich unten den blühenden Weinbau. Bei der Wiederbestockung wurden viele alte Verdejo-Weinberge durch die schnell wachsenden Rebsorten Viura und Palomino ersetzt. In Mode kamen damals aufgespritete Weine, sogenannte „ Rancios“, die den andalusischen Sherrys ähnelten. Großgenossenschaften stellten damals Massenweine her. Die Wiederentdeckung der Region ging aber von Rioja aus, als die Bodega Marqués de Riscal eine neue Bodega baute und auf die Verdejo-Traube setzte. Der Erfolg der Weine zog weitere Investoren an. Neben der Verdejo wurde auch Sauvignon Blanc und Chardonnay angepflanzt. Beides Reben, die sich hervorragend an die Bedingungen in Kastilien anpassten. Und ein Ende dieser positiven Entwicklung ist nicht in Sicht.

Lage

Eingebettet zwischen den Rotweingebieten Toro und Ribera del Duero liegt das traditionsreichste Weißweingebiet Spaniens: Rueda. Die Weinanbauregion nimmt einen Teil des kastilischen Kernlandes ein. Nirgendwo entspricht das alte Königreich mehr dem vorgeprägten Bild der weiten Hochebene mit endlosen Horizonten wie hier. Die von flachen Hügeln und breiten, praktisch eben wirkenden Tälern bestimmte Meseta befindet sich auf einer Höhe von 700 bis 800 m. Nur gelegentlich bieten kleine Pinienwälder eine Abwechslung für das Auge. Ansonsten bestimmen Getreide- und Zuckerrübenfelder das Bild. 

Klima

Auf der kastilischen Hochebene herrscht ein extrem kontinentales Klima mit wenig Regen; ein Klima, das hervorragende Bedingungen für die Reifung der Trauben schafft. Der karge und steinige Boden der Region speichert die Hitze des Tages und sorgt dafür, dass die Reben während der strengen frühjährlichen Nachtfröste überleben. Diese anspruchsvollen Bedingungen treiben die Reben zu Höchstleistungen und sorgen so für die typische Fruchtigkeit der Rueda - Weine.

Rebsorten

Ihren Ruhm verdanken die Weine der einheimischen Verdejo-Traube. Die Verdejo, deren Ursprung schon vor dem Mittelalter anzusiedeln ist, hat sich im Laufe der Jahrhunderte perfekt an Klima und Terroir angepasst. Die hochwertige Verdejo - Traube zeichnet sich im Wachstum durch mittelgroße Blätter und kleine Beeren aus, deren Schale nach der Reife einen goldfarbenen Schimmer hat. Die weiße Verdejo ist ein strohgelber Weißwein mit grünlichen Akzenten, einladend fruchtig, aber zugleich mit einem zarten Bukett und einem Hauch von leichter Säure.  Die aus Frankreich stammenden Rebsorten Sauvignon Blanc und Chardonnay haben sich ebenfalls gut an die Bedingungen in der Region Rueda angepasst. Sie bringen hier ebenfalls frische, elegante Weißweine mit betörender Frucht hervor.

Weißweine aus Rueda lassen sich ausgezeichnet zu spanischen Tapas genießen: Luftgetrockneter Serranoschinken, aber auch Tomaten mit Thunfischfüllung und Seeteufel mit Safran sind sehr beliebt. Daneben werden viele internationale Köstlichkeiten von den frischen Weißweinen Ruedas köstlich begleitet: Neben Meeresfrüchten und Fisch passen besonders Salate und Gemüsegerichte wie grüner Spargel mit Schinken zum Rueda - Wein.

Mehr Infos unter: http://www.dorueda.com/de/

Verdejo in Rueda

Verdejo-Reben in Rueda