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Arlanza
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Steckbrief

DOP Arlanza

Lage: In Castilla y León in den Provinzen Burgos und Palencia, entlang des Flusses Arlanza
Fläche: 400 ha
Klima: Das härteste Kontinentalklima in der Region Castilla y León. Niederschlagsmenge 500 mm im Jahr.
Höhe: 800 bis 1000 m
Böden: Lockerer Mergelboden mit hohem Kalkanteil, sandige, tonhaltige, kieslige Schichten, Granitböden.
Rebsorten:
Weiß: Albillo, Viura
Rot: Tempranillo (Hauptsorte), Garnacha Tinta, Mencia, Cabernet Sauvignon, Merlot

Jahrgangsbewertung: siehe hier

Allgemein

Die hügelige und zum Teil bergige Weinregion DOP Arlanza liegt nördlich von Ribera del Duero in der Provinz Kastilien-León. Die frühere Landweingegend wurde im Jahre 2008 als DOP klassifiziert.

Das gleichnamige Flüsschen stand dabei Pate bei der Namensgebung, an deren Mittel- und Unterlauf sich die Weingärten entlangziehen. Der Weinbau ging auch hier, wie in vielen Regionen Zentralspaniens von den Klöstern aus, wo bereits im 12. Jahrhundert vom Kloster Santa Maria de Bujedo Weine hergestellt wurden. Das Gebiet ist auch heute noch weniger durch seine Weinkultur als vielmehr durch seine Klöster und Baudenkmäler bekannt. Die Orte Lerma, Covarrubias und das legendäre Benediktinerkloster Santo Domingo de Silos mit seinen singenden Mönchen sind Pflicht während einer Kastilienreise.

Während sich die beiden Anbaugebiete klimatisch und geographisch kaum unterscheiden, darf Arlanza im Gegensatz zu seinem berühmten Nachbarn getrost als Geheimtipp mit schlummerndem Potential angesehen werden. Es ist noch gar nicht so lange her, da konnte man auch in der Region Ribera del Duero die Weingüter noch an den Fingern abzählen. Aber als das Potenzial der Weine durch hohe Bewertungen von Seiten der Weinwelt entdeckt wurde, ist die Zahl der Weingüter auf heute über 250 angewachsen, mit mehr als 20.000 ha Rebfläche. Unglaublich!

Dagegen schlummert die DOP Arlanza mit ihren 15 Weingütern noch im Dornröschenschlaf. Der Weinbau hat erst im letzten Jahrzehnt wieder an Bedeutung gewonnen. Nicht zuletzt durch die Familie Arzuaga Navarro, bisher durch ihre hervorragenden Ribera del Duero Weine bekannt, die mit der Gründung der Bodega La Colegiada der Region einen Anstoß verpasste.

Arlanza liegt im Zentrum der Provinz Burgos und zählt zu den klassischen Hochland-Anbauregionen. Die Weinberge umfassen 450 ha Rebfläche in über 60 Gemeinden der drei Provinzen Burgos, Palencia und Arlanza. Die Reben wachsen zwischen 800 und 1000m. Die Qualität der Weine ist sehr homogen, was in der kältesten Region von Kastilien-Leon nicht einfach ist. Das liegt im Wesentlichen am hohen Anteil gut gepflegter, alter Rebstöcke. Das Schlummerdasein könnte also in der ambitionierten Weinanbauregion schon bald vorbei sein.

Die wichtigste und meistangebaute Rebsorte ist die Tempranillo-Traube (88,5% der Rebfläche), hier Tinta del País genannt. Zugelassen sind außerdem die Rotweinsorten Garnacha, Mencía, Cabernet Sauvignon, Merlot und Petit Verdot, sowie die zu erwähnenden, selten anzutreffenden weißen Rebsorten sind Viura und Albillo. Die große Anzahl an alten und gut gepflegten Rebstöcken verspicht konzentrierte Weine mit Potenzial.

Die Rotweine aus der Rebsorte Tempranillo haben eine gewisse Ähnlichkeit mit denen aus Ribera del Duero. Ein Unterschied sind die zarteren Tannine, ein besseres Aroma und eine sehr gute Säurestruktur, wenn die Trauben aus den höhergelegenen Weingärten stammen.

In Spanien gibt es eben immer noch viel zu entdecken!

Weinberg in Lerma

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