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Bierzo
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Steckbrief

D.O. Bierzo

Lage: Anbaugebiet im Nordwesten der Provinz Leon
Fläche: 3.018 ha
Klima: Gemäßigt und überwiegend mild mit einer gewissen Feuchtigkeit durch die Nähe Galiziens, aber auch mit Trockenperioden wie in Kastilien. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge liegt bei 720 mm.
Höhe: 450 bis 1000 m
Böden: Die Bergtäler werden aus einer Mischung von Sedimentgestein, Quarzit und Schiefer gebildet. Die Böden bestehen meist aus feuchter und leicht saurer Braunerde.
Rebsorten:
Weiß: Godello, Malvasia, Rot: Mencia oder Negra und Garnacha Tintorera

Jahrgangsbewertung: siehe hier

Allgemein

El Bierzo gehört zu den spanischen Anbaugebieten, die in jüngster Zeit eine enorme Umwandlung und Modernisierung durchgemacht haben. Innovative Bodegas mit höchsten Ansprüchen und modernem Weinstil wurden auch hier zum Ausgangspunkt für eine Wandlung des Gebietes, die in den kommenden Jahren noch für erhebliche Aufmerksamkeit sorgen wird. Die Denominación de Origen Bierzo liegt eingebettet in einer Bergregion im Nordwesten der Provinz León, die sich „El Bierzo“ nennt und eine Ausdehnung von 4.000 Hektar umfasst. Eine römische Siedlung, Bergidum Flavium, gab ihr den Namen. Die Gegend ist das Bindeglied zu Galizien.

El Bierzo teilt sich in zwei Unterzonen ein:

El Bierzo Alto

1. El Bierzo Alto mit der Stadt Ponferrada ist das Bergbauzentrum der Provinz León.

El Bierzo Bajo

2. El Bierzo Bajo, mit Villafranca del Bierzo als administrativem Mittelpunkt, lebt von seiner Landwirtschaft. Ponferrada, die zweitgrößte Stadt der Provinz León, ist Bezirkshauptstadt.

El Bierzo ist geographisch gesehen ein klar abgetrenntes Gebiet, ein tektonischer Einbruch, der von verschiedenen Bergketten umgeben ist, deren Gipfel teilweise über 2.000 m hoch sind. Seine besondere Lage macht sie so einzigartig, denn sie ist ganz und gar von Bergen umgeben und besitzt ein eigenes atlantisch-kontinentales Klima. Die Rebenflächen liegen zwischen 400 bis 800 Meter Seehöhe auf zum großen Teil lehmhaltigen schweren Böden, sowie Quarzit und Schiefer in den aufsteigenden Hanglagen. In dem hügeligen, weit auseinander gezogenen Tal herrscht ein Mikroklima, welches ideale Bedingungen für den Wein- und Obstanbau bietet. Äpfel, Kirschen, aber auch Birnen und Melonen werden in El Bierzo angebaut. Zudem wächst Tabak und Gemüse. Die scharfen Paprika, die gebraten als „pimientos del patrón“ verkauft werden, sind eine Spezialität des Gebietes. In den Bergtälern gibt es reichlich Esskastanien. Das auch sprachlich zwischen Galizien und Kastilien angesiedelte El Bierzo ist ein landschaftlich zauberhaftes Stück Erde. In allen Jahreszeiten, besonders aber im äußerst bunten und abwechslungsreichen Herbst, hat die bergig-hügelige Landschaft mit abwechslungsreichem Bewuchs ihren besonderen Reiz. El Bierzo ist durch die starken Humusablagerungen in den Tälern sehr fruchtbar. Von Norden nach Osten durchfließt der Sil die Region. El Bierzo Bajo wird außerdem von zwei Zuflüssen des Sil, dem Rio Cúa und dem Rio Burbia durchzogen, an deren Ufer sich die beiden Weinbauzentren Cacabelos und Villafranca del Bierzo befinden. Wenn man von der D.O. spricht, wird nur der Name „Bierzo“ ohne den zugehörigen Artikel benutzt. Die D.O. Bierzo nimmt nicht die ganze Region ein, obwohl es in beiden Unterzonen Weinberge gibt. Das Zentrum stellt jedoch der Bierzo Bajo dar. Bierzo ist die Heimat der autochthonen Rebsorte Mencía (Negra), die in den Rotweinen zu 70% enthalten sein muss. Die Mencia ist Studien zufolge eine Variation der französischen Cabernet Franc Traube, die einst von französischen Mönchen angebaut wurde, als sie den berühmten Pilgerweg nach Santiago de Compostela schufen. Die Mencía-Traube hat sich mit der Zeit hervorragend an die dort herrschenden Bedingungen des Bierzo Gebietes angepasst. Unter dem Einfluss des Atlantikklimas entwickelt sie köstlich aromatische Noten von Obstkompott und ein tiefdunkel schillerndes Weinkleid.